Freitag, 28. April 2017

Rotkäppchen



Verlage jagen ja immer hinter den spannendsten und neuesten Themen für ihre Spiele her. Dass es aber auch anders geht, zeigt jetzt Asmodee. Denn die neue Reihe für Kinderspiele befasst sich durchweg mit Märchen, und damit mit Themen die schon weit über 100 Jahre alt sind. Das erste Spiel der Reihe ist dabei Rotkäppchen (Annick Lobet), die Geschichte eines armen, hungrigen Wolfes, der von einem Jäger erlegt wird.

Wie im Märchen versuchen wir auch im Spiel Rotkäppchen, das bemützte Mädchen zu seiner Oma zu lotsen. Dafür müssen wir auf unser Glück, Intuition und unser gutes Gedächtnis vertrauen.



Mittwoch, 26. April 2017

Zertz



Wer bei Namen wie Yinsh, Tzaar oder Dvonn nicht nur Fragezeichen über dem Kopf hat, der ist wohl ein Freund abstrakter Spiele. Denn alle genannten Titel gehören zum GIPF-Projekt, das aktuell eine Neuauflage erfährt. Und im Zuge dieser Neuauflage ist nun auch Zertz (Kris Burm / Huch! & friends) wieder erhältlich.

Im Vergleich zu den bisherigen Spielen fällt Zertz insbesondere dadurch auf, dass es keinen Spielplan hat. Was gerade mit den sehr kugeligen Spielsteinen einige Möglichkeiten bietet.





Montag, 24. April 2017

Kneipenquiz



Wenn bei uns in der Familie oder im Freundeskreis ein Fest ansteht, dann ist Eines von vornherein klar. Dass auch Brettspiele mit von der Partie sind. Und kaum ein Brettspiel hat dabei in den vergangenen Monaten für so viel Begeisterung gesorgt, wie Kneipen Quiz (Teubner, Glumpler, Grundorf und Zimmermann / Moses). Entsprechend schnell war bei mir auch die Entscheidung getroffen, welches Spiel ich im Rahmen der Beeple-Monatsaktion vorstellen werde.

Dabei ist Kneipen-Quiz eigentlich ein Vertreter eines unter Spielern wenig beachteten Genres. Aber dank einigen spannenden Ideen (nicht zuletzt dem kooperativen Spiel) bietet das Quiz-Spiel eine gänzlich neue Herangehensweise.

Donnerstag, 20. April 2017

Qwinto - Das Kartenspiel



Dass große Spiele eine Umsetzung als Kartenspiel bekommen, das kennen wir ja inzwischen. Immerhin lassen sich so sehr häufig Material, Aufwand und Spieldauer deutlich reduzieren. Was allerdings passiert, wenn ein flottes und schnelles Würfelspiel dieses Schicksal erfährt, das sehen wir an Qwinto – Das Kartenspiel (U. Rapp, B. Lach und R. Staupe / Nürnberger Spielkarten Verlag).

Wie im Würfelspiel füllen wir auch im Kartenspiel die farbigen Kästchen unseres Blocks mit passenden Zahlen. Nur verläuft das diesmal ungleich taktischer, da der Zufall durch die Würfel entfällt.




Mittwoch, 19. April 2017

Twenty One



Während viele aktuelle Spiele in immer größeren Boxen, mit mehr Material und mit beeindruckenden Figuren auftrumpfen, bleibt der Nürnberger Spielkarten Verlag seinen kleinen Boxen treu. Mit erfolgreichen Spielen wie Qwixx (HIER) und Qwinto dürfte es auch nicht allzu viele Gründe geben, von diesem Weg abzuweichen. Entsprechend schlägt auch Twenty One von Steffen Benndorf und Reinhard Staupe wieder in eben jene Kerbe.

Und so befindet sich mit einem Schreibblock und einigen Würfeln mal wieder Gewohntes in der kleinen Box. Und auch spielerisch kommt einem einiges davon doch recht bekannt vor. 


Montag, 17. April 2017

The Game Extreme



Erfolgreiche Spiele zu erweitern gehört ja heutzutage zum Geschäft. Ist ja auch eine tolle Sache, wenn man als Fan mehr von seinem Lieblingsspiel bekommt. Mehr Figuren, mehr Optionen, mehr von Allem. Aber wie erweitert man ein kleines Kartenspiel? Der Nürnberger Spielkarten Verlag war da ganz kreativ und hat bereits vor einiger Zeit sein Erfolgsspiel The Game mit den „On Fire“-Karten erweitert. Aber das reicht wohl noch nicht. Und so gibt es inzwischen The Game Extreme (Steffen Benndorf). Also quasi noch mal The Game, aber mit einem Schwung neuer Karten.

Im Grunde hat sich am Spiel selbst nicht viel geändert. Einzig einige der Karten verfügen nun über Sonderregeln. Und diese machen uns das Leben nicht wirklich leichter, weshalb The Game Extreme auch nur für Spieler zu empfehlen ist, die The Game schon gut kennen.

Donnerstag, 13. April 2017

The Pyramid's Deadline



Oink Games ist ein in Deutschland noch recht unbekannter Verlag aus Japan. Absolut zu Unrecht, wie der mehr als gelungene Erstling Tiefseeabenteuer gezeigt hat. Und während wir dort ins feuchte Nass geschickt wurden, kommt es bei Pyramid’s Deadline (Jun Sasaki) zu einer absoluten Kehrtwende. Denn nun verschlägt es uns in die sengend heiße und staubtrockene Wüste. Und das nicht etwa zum Urlaub, sondern im Auftrag des Pharaos, der von uns seine Pyramide errichtet haben möchte.

Als wäre das noch nicht Aufgabe genug, ist der ärmste leider auch nicht gerade der gesündeste. Also kämpfen wir nicht nur gegen unsere Konkurrenten, sondern leider auch gegen die Zeit.



Mittwoch, 12. April 2017

Tiefseeabenteuer



Heutzutage ist es ja leider absolut nicht ungewöhnlich, dass Spiele in viel zu großen Boxen angeboten werden. Teilweise mag dies an vorgegebenen Schachtelgrößen liegen, teilweise sind aber sicher auch die Möglichkeiten in der Vermarktung ein Grund. So oder so, dass ein Verlag den umgekehrten Weg geht dürfte doch eine absolute Ausnahme sein. Doch genau das macht Oink Games und verpackt seine Spiele in winzig kleine Boxen.

Das erste Spiel, dass der japanische Verlag in Deutschland veröffentlicht hat, ist Tiefseeabenteuer (Jun und Goro Sasaki). Und wie der Name schon sagt, tauchen wir dabei ab, um möglichst viele Schätze zu heben. Das gemeine: Der Sauerstoffvorrat ist begrenzt und nur wer zurück aufs U-Boot kommt, kann sich an seinen Schätzen erfreuen.

Montag, 10. April 2017

Jorvik



Irgendwie würde es mich ja schon einmal interessieren, wie Verlage auf neue Themen für ihre Spiele kommen. Und vor allem, wie sie da alle gleichzeitig auf die gleiche Idee kommen. Ob Zombies, Piraten oder aktuell Mars und Wikinger… irgendwie scheinen alle von der gleichen Muse inspiriert worden zu sein. Und eigentlich stört mich das ja auch nicht wirklich. Dennoch finde ich es im Falle von Jorvik (Stefan Feld / Pegasus) durchaus schade. Denn dabei handelt es sich um eine Neuauflage von Speicherstadt. Und der Hamburger Lagerhauskomplex war doch tatsächlich mal eine kreative Wahl.

Spielerisch hat sich dagegen nicht viel geändert, einzig die Erweiterung wurde direkt mit eingearbeitet. Nach wie vor ersteigern wir Karten voller Waren, handeln diese für Siegpunkte und kämpfen mit einem ständig schwindenden Barvermögen.

Freitag, 7. April 2017

7 Wonders Duel: Pantheon



Bereits 7 Wonders war vor einigen Jahren enorm erfolgreich und die Version für zwei Spieler steht dem nicht in viel nach. Und so verwundert es kaum, dass auch der Sieger des DuAli 2016 nun mit einer Erweiterung beglückt wird. Und "7 Wonders Duel Pantheon" (A. Bauza und B. Cathala / Asmodee) bietet dabei einiges an Neuheiten, um auch erfahrene Spieler des Originals wieder für einige Zeit zu fesseln.

So halten nun etwa die Götter Einzug in die Welt von 7 Wonders und versprechen uns allerlei hilfreiche Boni. Doch auch der Bau von Tempeln steht auf dem Programm und neue Weltwunder dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen.





Mittwoch, 5. April 2017

Unlock!



Escape-Räume erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und auch aus dem Brettspielbereich sind entsprechende Veröffentlichungen aktuell kaum wegzudenken. Doch ausgerechnet die Space Cowboys, die zuletzt immer wieder mit kreativen Ideen Punkten konnten, ließen mit ihrem Werk lange auf sich warten. Doch das Warten hat ein Ende. Und Unlock (Carroll, Cauet und Demaegd / Asmodee) hebt sich tatsächlich von den anderen bislang veröffentlichten Werken ab.

Auch Unlock bietet einiges an Rätselspaß und basiert dabei eigentlich nur auf einem Stapel Karten. Zugleich findet aber auch eine App Verwendung, ohne die ein Spiele nicht möglich ist. Der große Vorteil dabei: Es wird kein Material zerstört und das Spiel kann dementsprechend mehrfach (von verschiedenen Spielern) verwendet werden.

Montag, 3. April 2017

Century: Die Gewürzstraße



Um mit einem Brettspiel heute noch aufzufallen, muss man sich durchaus etwas einfallen lassen. Neue Mechanismen, tolles Material oder ein spannendes Thema etwa. Oder man macht es wie Plan B Games in Century – Die Gewürzstraße (Emerson Matsuuchi / Abacusspiele). Denn die bringen ihr neue Spiel schlicht in drei Teilen heraus, die alle einzeln gespielt aber auch miteinander kombiniert werden können. Da die weiteren Teile erst 2018 und 2019 erscheinen, kann ich dazu bislang wenig sagen. Aber zumindest den ersten Teil konnten wir bereits ausgiebig spielen.

Century – Die Gewürzstraße pickt sich dabei tatsächlich nur einen einzelnen Spielmechanismus heraus. Denn über Karten erhalten und tauschen wir Waren, mit denen wir wiederum Punkte kaufen. Das war’s.


Freitag, 31. März 2017

NMBR 9



Kennt ihr noch Graf Zahl? Diesen leicht verwirrt wirkenden Vampir aus der Sesamstraße? Den Typen, der jeweils geschätzte 3 Minuten gebraucht hat, um uns eine einzige Zahl zu erklären? Genau den wollt ihr mit Sicherheit nicht bei einer Partie NMBR 9 (Peter Wichmann / Abacusspiele) dabeihaben… „Das ist eine Vier. Ja, genau, eine Vier. Wie die vier Reifen an einem Auto. Seht doch wie schön diese Vier ist. Ich lege diese schöne Vier jetzt genau hier hin…“

Das Gute: Ohne Graf Zahl ist NBMR 9 ein wirklich flottes Spiel, bei dem ihr möglichst clever Zahlenplättchen übereinander legen sollt. Ohne dabei jeden Zug ausgiebig zu kommentieren.




Mittwoch, 29. März 2017

TIME Stories: Die Endurance-Expedition



Irgendwie scheint die Welt in TIME Stories ja ziemlich den Bach runter zu gehen. Zuerst drehen alle Insassen einer Nervenheilanstalt komplett durch, was jetzt ja eigentlich nicht so wirklich überraschend ist. Dann fallen die Zombies über uns her, was ja irgendwie auch schon fast jeder erwartet hat. Im Anschluss verschlägt es uns ins alte Ägypten oder wir müssen uns als Elf oder Zwerg behaupten. Man sollte meinen, dass wir irgendwann alles gesehen und erlebt haben. Doch den Space Cowboys gehen die Ideen einfach nicht aus. Und in Time Stories Endurance (Montiage und Rozoy / Asmodee) jagen sie uns in die Antarktis, wo wir uns erneut mit allerlei eher ungewöhnlichen Problemen herumschlagen müssen.



Montag, 27. März 2017

Mein Traumhaus



An dieser Stelle muss ich mich jetzt mal dringend über fehlenden Realismus in Brettspielen beschweren. Denn meine Frau und ich waren das vergangene halbe Jahr voll und ganz mit Renovierungsarbeiten an unserem Haus beschäftigt. Dach, Fenster, Tür, Bad, Büro… all das schien gar kein Ende zu nehmen. Und jetzt kommt Pegasus daher und tut so, als wäre der Bau von Mein Traumhaus (Klemens Kalicki) kinderleicht und obendrein in kürzester Zeit abgeschlossen. Eine Unverschämtheit ist das.

Und doch… wenn das Haus als quasi bezugsfertiges Tableau vor einem liegt und Räume einfach so von der Auslage in die Gemächer wandern… irgendwie fühlt sich ein Hausbau da gleich viel entspannter an als in meiner Erinnerung.

Freitag, 24. März 2017

Lucky Lachs



Kennt ihr noch diese komischen Handschlag-Rituale von früher? Anstatt sich einfach nur die Hand zu geben, hat man mit dieser in der Luft herum gewedelt, dabei noch auf die Oberschenkel geklatscht und einen dreifachen Salto-Überschlag gemacht. Irgendwie alles ein wenig kompliziert, nur um mal eben kurz „Hallo“ zu sagen. Aber jetzt weiß ich, warum ich dieses Ritual immer wieder über mich ergehen lassen musste. Denn es hat mich schlicht auf mein Leben als Brettspieler vorbereitet.

Versteht ihr nicht? Kann ich verstehen. Dürfte aber verständlicher werden, wenn ihr euch Lucky Lachs (K. Gruhl und Q. Weir / Kosmos) anschaut. Denn hier wird dieses wilde Herumfuchteln Programm.

Mittwoch, 22. März 2017

Saboteur - Das Duell



Saboteur gehört für mich eigentlich schon zu den Klassikern unter den Amigo-Kartenspielen. Die Mischung aus Heimlichkeit, Deduktion und Sabotage sucht seinesgleichen, gerade in größeren Runden ist Spaß eigentlich garantiert. Allerdings ist genau dies auch ein Manko. Denn in kleinen Gruppen oder gar zu zweit klappt das mit den geheimen Rollen nicht so richtig. Entsprechend überrascht war ich, als ich von Saboteur – Das Duell (Frederic Moyersoen) gehört habe.

Thematisch hält sich das Spiel dabei genau an seinen Vorgänger und auch spielerisch sind viele Parallelen zu erkennen. Nur das mit den geheimen Rollen, das wurde wenig überraschend nicht übernommen.



Dienstag, 21. März 2017

Deja-Vu



Wie spätestens seit Neo, Morpheus und Co. bekannt sein dürfte, handelt es sich bei einem Déjà-Vu um nichts anderes, als einen Fehler in der Matrix. Wenn dem tatsächlich so ist, dann ist die Matrix bei mir inzwischen kurz davor, den Geist aufzugeben. Denn so viele Déjà-Vus wie in den vergangenen Wochen hatte ich in meinem Leben noch selten. Und schuld daran ist nur das gleichnamige Spiel von Heinz Meister und Amigo.

Und dabei ist Déjà-Vu eigentlich nur eine etwas fiesere Memory-Variante mit Hektik-Elementen. Eigentlich. Nur.


 

Montag, 20. März 2017

Die Kolonisten



Zeit ist für uns Spieler ja ein kostbares Gut. Stets gibt es viel zu viele Spiele und viel zu wenig Zeit, um diesen die gebührende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Welche Wohltat sind da doch Spiele, die sich eben auch mal in 30 Minuten spielen lassen. Wie etwa Die Kolonisten (Lookout) von Tim Puls. Doof nur, dass wir in diesen 30 Minuten gerade einmal die erste Epoche schaffen (Aufbau nicht mitgerechnet). Und das auch nur im Solospiel. Aber das muss man den drei anderen Spielern ja nicht erzählen, während man genüsslich den Aufbau für alle vier Epochen erledigt.

Was wir in dieser Zeit allerdings alles zu erledigen haben, das hat es absolut in sich. Denn Die Kolonisten hält, was es verspricht und ist wirklich ein „episches Aufbauspiel“.


Freitag, 17. März 2017

Scotland Yard - Kartenspiel



Ich vermute jetzt einfach mal, dass so ziemlich jeder hier Scotland Yard kennt oder zumindest schon einmal davon gehört hat. Schließlich ist das Spiel des Jahres von 1983 quasi der Inbegriff des Räuber- und Gendarm – Spiels. Und so verwundert es nicht, dass der Klassiker nun, nach über 30 Jahren, eine Umsetzung als Kartenspiel bekommt. Und dafür verantwortlich zeichnet sich niemand geringeres als die Familie Brand, die für nicht wenige spielerische Highlights der vergangenen Monate und Jahre verantwortlich war.

Das Scotland Yard – Kartenspiel (Ravensburger) erinnert dabei, was Thema und Aufmachung angeht, frappierend an den großen Bruder. Spielerisch sind dann aber dennoch einige deutliche Unterschiede auszumachen.



Mittwoch, 15. März 2017

Klask



Tischfußball kennen fast alle, Carrom und Crokinole sind zumindest unter Spielen alles andere als unbekannt und selbst Tisch-Curling ist inzwischen keine Seltenheit mehr. Eigentlich haben wir also schon reichlich Auswahl. Aber reichlich Auswahl hat uns Spielern ja wohl noch nie erreicht. Und so bringt Mikkel Bertelsen (Game Factory) nun mit Klask ein weiteres Tisch-Geschicklichkeitsspiel auf den Markt.

Das Besondere hier sind die Magnete, mit den wir das Geschehen auf der Spielfläche von unterhalb derselben steuern. Zumindest sobald wir etwas Übung haben.  

Montag, 13. März 2017

Great Western Trail



Isly of Skye, Broom Service oder Mombasa… Alexander Pfister scheint gerade einen Lauf zu haben. Regelmäßig haut der österreichische Spieleautor ein Highlight nach dem anderen raus. Entsprechend hoch waren auch schon im Vorfeld die Erwartungen an Great Western Trail (Eggertspiele / Pegasus). Und das Beste. All die Erwartungen wurden erfüllt.

Einmal mehr wird auch im neuen Werk alles von den Spielern abverlangt. Denn auch wenn sich alles um das Thema Viehtrieb dreht, sind die Optionen und Vorgehensweisen doch enorm vielfältig.




Freitag, 10. März 2017

Justice League: Hero Dice - Flash / Green Lantern



Der Eine oder Andere hat es bestimmt schon bemerkt. Ich bin von Natur aus eher faul. Wenn ich eine Möglichkeit sehe, mich um das Schreiben einer Rezension zu drücken, nehme ich diese üblicherweise dankend an. Und da ihr euch wohl alle schon an dieses Vorgehen gewöhnt habt, werde ich davon auch heute nicht abweichen. Und so habe ich die grundlegenden Regeln von Justice League Hero Dice (Andreas Schmidt / Asmodee) einfach mal aus meiner Besprechung zu Batman und Superman (HIER) von vor einigen Monaten übernommen. Doof nur, dass mit Flash und Green Lantern zwei neue Helden am Start sind, die sich dann eben doch wieder ganz anders spielen.

Unverändert ist, dass wir weiterhin einen Helden pro Spieler benötigen. Besitzen wir alle Boxen, können wir damit inzwischen also mit vier Helden antreten. Dabei unterscheiden sich auch die beiden neuen Mitstreiter spürbar von den Vorherigen.

Mittwoch, 8. März 2017

Star Wars: Destiny



Dass sich mit Lizenzen viel Geld verdienen lässt, das dürfte eigentlich jedem klar sein. Und das Star Wars eine der zugkräftigsten Lizenzen ist, auch das überrascht nicht. Was allerdings überrascht ist die Tatsache, dass wir bei den Brettspielen sehr häufig richtig gute Werke vorgesetzt bekommen. Wo andere Lizenspiele enttäuschen, kommen zum Thema Star Wars mit Rebellion (HIER) oder Armada (HIER) richtig gute Spiele auf den Markt. Entsprechend kann man schon auch mal verzeihen, dass mit Star Wars: Destiny (Konieczka und Litzsinger / Asmodee) ein eher angestaubtes Sammelsystem verwendet wurde.

Denn Star Wars: Destiny ist ein Trading Card Game. Das bedeutet, dass wir uns haufenweise kleine Erweiterungen mit zufälligem Inhalt kaufen können, um unser Deck konkurrenzfähig zu machen. Und natürlich benötigt jeder ein eigenes Set.


Montag, 6. März 2017

Pecunia non olet



Eigentlich lasse ich mir hier ja kaum einen schlechten Witz entgehen. Und wenn ein Spiel Pecunia non olet (C. Fiore und K. Happel / Noris), also „Geld stinkt nicht“ heißt und uns die Kontrolle über römische Latrinen gibt, dann schreit das ja geradezu nach doofen Anspielungen und Wortwitzen. Aber irgendwie ist das dann sogar mir etwas zu flach. Also verzichte ich diesmal auf doofe Witze und bastele lieber weiter an meinen Latrinen.

Bei Pecunia non olet handelt es sich um eine Neuauflage des gleichnamigen rund 10 Jahre alten Spiels, das allerdings um einige Erweiterungen ergänzt wurde. Obendrein teilt es die grundlegenden Mechanismen mit Guillotine. Wir haben also Personenschlangen die darauf warten aufs Klo zu kommen und uns dafür mit Sesterzen belohnen.

Freitag, 3. März 2017

Die Zwerge: Charakter-Erweiterung



Vor rund 4 Jahren stürzten sich Die Zwerge (HIER) erstmals in den Kampf um das Geborgene Land. Bereits damals rang eine kleine Schar mutiger Streiter mit Orks, Trollen und Albae. Doch auch wenn die Schlacht zumeist erfolgreich war, wird es irgendwann doch Zeit für Nachschub. Und so haben sich nun einige weitere Recken gemeldet, die bereit sind, ebenfalls in die Schlacht zu ziehen.

Insgesamt sechs neue Helden befinden sich in der Charakter-Erweiterung zum Brettspiel Die Zwerge, allesamt mit eigenen und besonderen Fähigkeiten.



Mittwoch, 1. März 2017

Die Zwerge - Saga Erweiterung



Vor annähernd vier Jahren gründete ich Spielfreu(n)de und startete direkt mit den Besprechungen einiger meiner Lieblingsspiele zu jener Zeit. Eines davon war Die Zwerge, über das ich damals (HIER) schrieb, „Es macht einfach Spaß“. Und dazu stehe ich auch heute, denn noch immer ziehen wir gerne los um das Geborgene Land zu retten. Allerdings schleift sich nach solch einer Zeit natürlich einiges an Routine ein. Entsprechend freue ich mich schon lange auf die angekündigte Erweiterung, die ich inzwischen in Händen halte. Oder besser: Die zwei Erweiterungen.

Den Start mache ich mit der Saga-Erweiterung (Michael Palm und Lukas Zach / Pegasus), die insbesondere das Material deutlich aufwertet. Doch auch einige neue Szenarien und selbst ein neuer Held finden sich in der Box.

Montag, 27. Februar 2017

Halli Galli Party



Oh Mann. Da kenne ich Halli Galli seit Jahren und habe es, gerade früher, eigentlich als ein richtig unterhaltsames Partyspiel empfunden. Schnell erklärt und mit genau der passenden Dosis Hektik und Schadenfreude. Doch wie ich jetzt erfahre, lag ich damit wohl komplett falsch. Denn erst jetzt bringen Haim Shafir und Amigo tatsächlich eine Partyversion des Klassikers auf den Markt. Irgendetwas muss ich da früher wohl falsch verstanden haben.

Naja, macht nix. Denn jetzt habe ich ja endlich Halli Galli Party. Und irgendwie ist das auch nicht so viel anders als vorher. Noch immer legen wir Karten vor uns aus und warten auf den richtigen Moment, die Glocke in der Tischmitte zu hauen. Auch wenn die Motive jetzt tatsächlich etwas mehr nach Party aussehen.



Freitag, 24. Februar 2017

Caramba



Wir Rezensenten wissen ja eigentlich immer alles besser. Schon bevor ein Spiel überhaupt in den Handel kommt haben wir uns unsere Meinung gebildet. Ein kurzer Blick auf die Schachtel genügt um Probleme zu erkennen, mit dem Lesen der Regeln erschließen sich uns eigentlich alle Geheimnisse auch noch so komplexer Strategiespiele. Sprich: Uns kann nichts überraschen.

Entsprechend wusste ich eigentlich schon vorher, dass Caramba (Haim Shafir / Amigo) nichts Besonderes sein kann. Einfach nur hektisch um die Wette würfeln kann ja schließlich keinen Spaß machen. Oder?





Mittwoch, 22. Februar 2017

Funkenschlag: Das Kartenspiel



Dass aktuelle Brettspiele eine Umsetzung als Kartenspiel bekommen, das ist inzwischen ja nichts Neues mehr. Allerdings scheint dieser Trend zunehmend auch „ältere“ Spiele zu befallen. Vor einiger Zeit berichtete ich etwa HIER vom Kartenspiel zu „Die Burgen von Burgund“, dessen Brettspiel immerhin schon 5 Jahre auf dem (noch immer beeindruckenden) Buckel hat. Doch das ist gar nichts. Zumindest nicht im Vergleich zu Funkenschlag. Denn dessen erste Version ist inzwischen über 15 Jahre alt. Und dennoch hält es sich hartnäckig in der Liste der 20 besten Brettspiele auf Boardgamegeek. Ein mehr als würdiger Kandidat also, für eine Umsetzung als Kartenspiel.

Spielerisch bleibt das Funkenschlag – Kartenspiel (Friedemann Friese / 2F-Verlag) dabei sehr nah am Original. Wir ersteigern also Kraftwerke, kaufen dafür Rohstoffe und kassieren Geld. Nur diesmal eben ohne Spielplan.

Montag, 20. Februar 2017

Empfehlungen: Spiele für Zwei

Vor rund 1 1/2 Jahren habe ich damit begonnen, Empfehlungslisten mit verschiedenen Brettspielen zu erstellen. Sinn und Zweck dahinter war es, einen kleinen Überblick über (meiner Meinung nach) besonders empfehlenswerte Spiele eine Genres zu bieten, gerade für all jene, die nicht immer gleich alle Neuheiten und Klassiker im Blick haben. Den Anfang habe ich dabei mit "Spielen für Zwei" gemacht. Nach so langer Zeit erscheint allerdings eine kleine Überarbeitung der Liste ratsam, sind doch auch in den vergangenen Monaten und Jahren wieder haufenweise gute Spiele auf den Markt gekommen. Und wie in der ersten Liste habe ich diesmal auch meine Frau zu Hilfe geholt. Im folgenden findet ihr also die Lieblingsspiele meiner Frau und mir, die speziell für zwei Spieler entwickelt wurden.


Freitag, 17. Februar 2017

Mit List und Tücke



Das Ringen um die Macht kann ganz schön gemein sein. Da wird gemeuchelt, betrogen und hintergangen. Und all das nur, um ein ganz klein wenig mehr Einfluss zu bekommen. Doch nicht nur wir Menschen versuchen mit allerlei legalen und weniger legalen Mitteln unsere Macht zu mehren. Auch im Tierreich scheint sich einiges an Konfliktpotential aufgebaut zu haben.

Denn in Mit List und Tücke (Michael Rieneck / Kosmos) geht sich die Tierwelt gegenseitig mal so richtig an den Kragen und versucht, mehr oder weniger effektiv, den eigenen Einfluss zu mehren. Zumindest, wenn sie nicht zuvor von einem missgünstigen Konkurrenten aus dem Weg geräumt wird.


Mittwoch, 15. Februar 2017

Das Orakel von Delphi



Würfel in Brettspielen sind ja so eine Sache. Von manchen geliebt als chaotisches Element, von anderen genau aus diesen Gründen gehasst. Klar ist, dass Würfel fast immer für einen großen Glückseinfluss in Spielen sorgen. Fast immer. Denn Stefan Feld hat es sich wohl auf die Fahne geschrieben, die unberechenbaren Sechsseiter zu zähmen. Und so finden die Würfel auch in Das Orakel von Delphi (Pegasus) Verwendung, ohne dabei aus dem Werk ein reines Glücksspiel zu machen.

Vielmehr ist Delphi sogar ein durchaus anspruchsvolles und taktisches Spiel, bei dem wir möglichst schnell mehrere Aufgaben erfüllen müssen. Verschiedene Gefahren, Fähigkeiten und Möglichkeiten inklusive.



Montag, 13. Februar 2017

Mystic Vale



Es gibt ja einige Leute, die fast alle ihre Spiele mit Kartenhüllen ausstatten. Persönlich ist mir das zu mühsam, auch wenn ich zu Zeiten von Magic und Co. natürlich auch das eine oder andere eingepackte Deck hatte. Mit Mystic Vale (John D. Clair / Pegasus) ist nun aber ein Spiel erschienen, dass genau diese mühsame Friemelei quasi zum Spielmittelpunkt macht.

Dem Spiel liegen von vornherein ein großer Schwung Kartenhüllen bei, die wir im Laufe einer Partie mit Karten füllen. Ein Deckbuilder also, bei dem wir weniger das Deck als vielmehr die Karten zusammenbauen.





Donnerstag, 9. Februar 2017

Die Baumeister des Colosseum



Ein Umfang von mehr als 500 Metern, rund 80 Eingänge und eine Nutzungsdauer von fast 450 Jahren. Selbst heute ist das Kolosseum in Rom noch ein wahrlich beeindruckendes Bauwerk. Welch immenser Aufwand, welch Arbeitskraft hier hineingesteckt wurde, das können wir heute allenfalls erahnen. Oder besser: Wir konnten. Denn Die Baumeister des Colosseum (Klaus-Jürgen Wrede / Schmidt) zeigt nun, dass das Alles gar nicht so anstrengend war.

Denn eigentlich müssen wir nur einige wenige Rohstoffe sammeln und diese gegen Bauteile austauschen. Und das Beste: Selbst das macht zu großen Teilen der Konsul.




Dienstag, 7. Februar 2017

Spielwarenmesse 2017: Teil 4 / Fazit

So, wir nähern uns so langsam dem Ende. Insgesamt 4 Berichte, geschätzt 2 Dutzend Verlage mit wohl nicht viel weniger als 100 Neuheiten und viele viele Treffen, Gespräche und Führungen. Auch wenn Nürnberg mal wieder viel Stress war, hat es auch in diesem Jahr wieder enorm viel Spaß gemacht. Doch bevor ich zum eigentlichen Fazit der Messe komme, bleiben noch die übrigen Verlage und deren Neuheiten. Und mit Asmodee und Iello habe ich mir da zwei sehr spannende Berichte für den Schluss aufgehoben. Solltet ihr die bisherigen Teile allerdings verpasst haben, lege ich euch diese vorher noch ans Herz:

TEIL1 / TEIL 2 / TEIL 3



Montag, 6. Februar 2017

Spielwarenmesse 2017: Teil 3

So, Zeit für Teil 3 meines Berichtes zur Spielwarenmesse. Und damit quasi zu Teil 2 des zweiten Tages. Ja, ich weiß, macht nicht wirklich viel Sinn. Aber ich gelobe für den kommenden Bericht Besserung und werde möglichst Alles ganz genau durchnummerieren. Und bis es so weit ist habe ich zumindest eine Ausrede: Es gab einfach zu viel zu sehen. Und da ich zu möglichst vielem einige kurze Kommentare abgeben möchte, hat all die Schreiberei doch wieder mal länger gedauert als gehofft. Mit diesen Worten also noch einmal herzlich willkommen zu Teil 2.II meines Berichtes zur Spielwarenmesse.



Samstag, 4. Februar 2017

Spielwarenmesse 2017: Teil 2

So, auch Tag 2 der Messe in Nürnberg liegt inzwischen hinter mir. Zwar steht heute Abend noch das Bloggertreffen an, dennoch will ich die Zeit davor für einige weitere Eindrücke nutzen. Aktuell befinde ich mich dabei zwar eigentlich noch immer in Tag 1, aber dafür gab es da auch reichlich zu sehen. Also (und diesmal ohne lange Vorrede), hier einige weitere Eindrücke, Verlage und Neuheiten der Spielwarenmesse 2017.





Spielwarenmesse 2017: Teil 1

Seit 1950 findet in Nürnberg jährlich die Spielwarenmesse statt. Mit über 2.800 Ausstellern, mehr als 75.000 Neuheiten und Besuchern aus 120 Ländern gehört die Messe zu den wichtigsten Ereignissen der Spielwarenbranche weltweit. Und seit dem vergangenen Jahr gehöre auch ich nun endlich zu den  regelmäßigen (ja, zweimal nacheinander ist auch regelmäßig) Besuchern. Wie schon im vergangenen Jahr bin ich dabei wieder mit Christoph von der Brettspielbox (HIER) unterwegs. Und wie schon im vergangenen Jahr ist unser Terminplan natürlich wieder voll bis obenhin. Und das, obwohl es hier eigentlich noch gar nicht so viel zu spielen gibt. Denn anders als etwa in Essen richtet sich die Spielwarenmesse vielmehr an Verlage und Händler, spiele testen oder gar kaufen ist fast nicht möglich. Und dennoch gibt es viel spannendes zu sehen, stellen doch viele Verlage bereits ihr Frühjahrsprogramm vor. Und damit soll es auch genug der Vorrede sein, schließlich ist es doch genau das worauf ihr wartet. Also bitte...

Donnerstag, 2. Februar 2017

Spielwarenmesse 2017: Vorbericht


Auch in diesem Jahr findet in Nürnberg wieder die internationale Spielwarenmesse statt. Auf einer Gesamtfläche von 170.000 m² werden mehr als 2.800 Aussteller hier über 1 Mio. Artikel vorgestellen, die den Spielemarkt im Jahre 2017 bereichern werden. Und auch wenn Brettspiele davon nur einen kleinen Teil ausmachen, sind doch auch fast alle großen deutschen Verlage vor Ort und präsentieren schon einmal, was im weiteren Jahresverlauf so auf uns zukommen wird. Auch in diesem Jahr werde ich dabei wieder mit Christoph von der Brettspielbox vor Ort unterwegs sein und mir einen ersten Eindruck all der kommenden Spiele verschaffen.



Dienstag, 31. Januar 2017

Sea of Clouds



Hach, das Leben als Pirat ist nicht leicht. Erst schippern wir Tagelang mit dutzenden schwitzenden und stinkenden Kollegen auf so einem kleinen Kahn herum, haben nichts Frisches zu essen und nur Rum zu trinken (okay, hier gibt es Schlimmeres). Und als wäre das noch nicht genug, müssen wir uns dann am Ziel unserer Reise noch mit einem schwer verteidigten Handelsschiff anlegen, nur um unseren kargen Lohn abzustauben. Und den wollen uns die Kollegen dann auch noch streitig machen. Aber nicht mit uns. Denn in Sea of Clouds (Theo Riviere / Iello) zeigen wir diesen ungehobelten und vorlauten Herren (und Damen) zu was ein echter Seeräuber in der Lage ist.

Denn in Sea of Clouds geht es nur um Eines: Den größten und wertvollsten Anteil der Beute abzugreifen. Und das geschieht tatsächlich überraschend unblutig über das Sammeln und Horten von Karten. 

Donnerstag, 26. Januar 2017

Pandemic - Die Schreckensherrschaft des Cthulhu



Die Welt ist schon ein gefährlicher Ort. Seit Jahren brechen an allen Ecken und Ende Pandemien aus die wir nur mit viel Mühe und unter Einsatz aller Kräfte abwehren können. Und das nur, damit das ganze gleich darauf wieder von vorne losgeht. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, kommt jetzt noch ein weiteres Problem hinzu. Denn die großer Alten erwachen (mal wieder) und wollen die Erde unterjochen.

Pandemic – Die Schreckensherrschaft des Cthulhu (Chuck D. Yager / Asmodee) basiert im Wesentlichen auf Pandemic, bietet dabei aber reichlich neue Aspekte und Herausforderungen. Und wenn ihr keine Lust auf den ganzen Text habt, findet ihr etwas weiter unten auch gleich die wichtigsten Unterschiede.

Dienstag, 24. Januar 2017

Tzaar



Das GIPF-Projekt geht weiter. OK, zugegeben, dass ist jetzt nicht überraschend, war doch von Anfang an eine Neuauflage aller Spiele angekündigt. Gefühlt hätte die Reihe für mich allerdings nach YINSH enden können, gehört das Spiel für mich doch zu den absoluten Highlights unter den abstrakten Spielen, wie ihr HIER nachlesen könnt. Aber da auf mich ja eh keiner hört, haben HUCH! & friends einfach weitergemacht. Und das ist gut so. Denn auch TZAAR (Kris Burm) hat seine Neuauflage redlich verdient.

Wie die übrigen Spiele der Reihe kommt auch TZAAR mit einigen wenigen Regeln, einem Berg Spielsteine und einem simplen Spielbrett aus. Und dennoch unterscheidet sich auch TZAAR deutlich von den übrigen Spielen der Reihe.
 

Montag, 23. Januar 2017

Beeple Award für First Class


First Class wurde als erstes Spiel mit dem Beeple Award ausgezeichnet:

First Class zeichnet sich durch zahlreiche Aspekte als grandioses Spiel mit herausragendem Spielspaß aus. Dies sind unter anderem die relativ leichte Zugänglichkeit, der modulare Aufbau und die thematisch gelungene Umsetzung. Zudem spielt es sich in allen Spielerzahlen gleichermaßen sehr gut.

Weitere Details können auf BEEPLE nachgelesen werden.




 

 

Autor: Helmut Ohley • Illustrator: Michael Menzel
Verlag: Hans im Glück • Vertrieb: Schmidt Spiele

 Weitere Informationen zu First Class findet ihr auf folgenden Seiten des Beeple Netzwerks:

Mittwoch, 18. Januar 2017

Brave Rats



Dass der Löwe König unter den Tieren ist, das steht wohl außer Frage. Doch auch anderen Arten wird so einiges nachgesagt. So sind Füchse besonders schlau, Schlangen (hinter)listig und Eulen ganz besonders weiße. Und Ratten? Tja, die sind offensichtlich ganz besonders mutig. Oder wie sonst erklärt es sich, dass die kleinen Nager in Brave Rats (Pegasus) mit Schwert, Hellebarde und sonstigem Kriegswerkzeug aufeinander losgehen?

Klingt alles recht martialisch, ist aber in der Realität ganz harmlos. Denn die beiden beteiligten Spieler decken in diesem Mikrospiel von Seiji Kanai nur einige Karten auf, vergleichen die Werte und bestimmen den Sieger.




Dienstag, 17. Januar 2017

Roll for the Galaxy: Der große Traum



Vor etwas mehr als einem halben Jahr habe HIER hier Roll for the Galaxy besprochen, die Würfelumsetzung eines meiner Lieblingsspiele. Und auch wenn ich mehr als angetan war, hat doch damals zumindest ein ganz klein wenig die Abwechslung gefehlt. Aber was nicht war, kann ja noch werden. Und so haben sich Wie-Hwa Huang, Tom Lehmann und Pegasus Spiele nicht lumpen lassen, und direkt eine Erweiterung nachgeschoben.

Und in der Box von Der große Traum findet sich auf jeden Fall reichlich Abwechslung. Denn insgesamt drei neue Elemente, viele Würfel und noch viel mehr Plättchen sollten für einiges an Spielspaß sorgen.



Freitag, 13. Januar 2017

The Battle at Kemble's Cascade



Die heutige Rezension beginne ich direkt einmal mit einem Geständnis. Oder besser gleich zweien. Erstens: Ich bin gar nicht mehr so jung, wie mein stets cooler und hipper Schreibstiel (hüstel) vielleicht vermuten lässt. Und zweitens: Neben Brettspielen habe ich mich in meinem (trotzdem noch immer recht jungen) Leben auch immer mal wieder an Videospielen versucht. Und genau das bringt mich auch schon zum heutigen Spiel. Denn The Battle at Kemble’s Cascade (Anders und Olle Tyrland / Asmodee) orientiert sich an Videospielen der Neunzigerjahre.

Im Wesentlichen bedeutet das, dass wir in TBAKC (ihr dachtet doch wohl nicht, dass ich das jetzt immer ausschreibe?) mit einem Raumschiff herumfliegen, Gegner plätten und unsere Bewaffnung verbessern. Und dabei bewegt sich der Weltraum stets um uns herum.

Mittwoch, 11. Januar 2017

Ulm



Wir scheinen es endlich geschafft zu haben. Den Autoren und Verlagen scheinen endlich die Hansestädte und exotischen Orte auszugehen, die sonst die Spieleschachteln schmücken. Wir können uns endlich auf neue, auf innovative Themen freuen. Themen wie… Ulm (Günther Burkhardt / HUCH! & friends).

Dabei hätte Ulm doch eigentlich ein spannenderes Setting verdient. Denn die Mechanismen selbst bieten durchaus Einiges. Und auch sonst ist Ulm durchaus einen Blick wert.



Montag, 9. Januar 2017

First Class



Man hört ja immer und überall von diesen romantischen Zugfahrten. Jenen Fahrten mit klassischen Loks, vorbei an einer idyllischen Landschaft und voll kulinarischer Genüsse. Und irgendwie will ich ja auch glauben, dass es so etwas gibt. Allein, wer viele Jahre tagtäglich mit dem deutschen Pendant unterwegs ist, der kennt nur Gelenkschmerzen, wüstes Geschrei und kulinarische Totalausfälle. Wie schön also, dass Helmut Ohley mir nun endlich zeigt, dass eine Reise First Class (Hans im Glück) wirklich beeindruckend sein kann.

Nicht zuletzt aufgrund des Autors und des Themas wurde First Class bereits vor seinem Erscheinen als „Russian Railroads - Das Kartenspiel“ tituliert. Und auch wenn diese Bezeichnung durchaus einiges an Wahrheit enthält, bietet das fertige Spiel doch so viel mehr.