Donnerstag, 19. Oktober 2017

Heldentaufe



Wir alle kennen sie. Wackere Recken mit Schwert, Axt und Feuerball, die ganze Heerschaaren von Monstern das Fürchten lehren. Doch was kaum einer weiß: Bevor jene wagemutigen Helden losziehen um Prinzessinnen (und Prinzen) zu retten und Königreiche zu erobern, bedarf es Jahre der Ausbildung. Und nicht nur das: Auch einer Prüfung müssen sich unsere angehenden Eroberer stellen… der Heldentaufe (Simon Junker). 



Mittwoch, 11. Oktober 2017

Vorschau Spiel 2017: Fantasy Flight Games

Seit inzwischen gut 30 Jahren versorgt das amerikanische Unternehmen Fantasy Flight Games uns Spieler mit einer stetig wachsenden und enorm umfangreichen Palette an Brettspielen. Ob Lizenzprodukte, Miniaturen- oder Kartenspiele, die Auswahl ist einfach gigantisch. Und auch 2017 gibt es buchstäblich wieder hunderte von Produkten, nicht zuletzt aufgrund der enormen Zahl an Erweiterungen. Vieles davon wird in den kommenden Monaten und Jahren auch auf deutsch erscheinen, einiges davon wohl bereits zur Spiel. Dennoch werde ich hier zumindest einen sehr kurzen Blick auf die englischsprachigen Produkte werfen, nicht zuletzt, da nicht wenige Spieler die Originalsprache bevorzugen. Zugleich beschränke ich mich aber auf die wenigen, für mich persönlich spannendsten, Neuheiten.
 

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Targets



Ich mag ja Würfel in Spielen sehr gerne. Gar nicht mal so das Haptische oder gar den Glücksfaktor. Vielmehr bieten sie sich einfach immer vortrefflich als Ausrede an, wenn meine Pläne mal wieder so gar nicht aufgehen. Bei Dice Forge nichts zustande gebracht? „Ich habe halt auch immer schlecht gewürfelt.“ Bei Noch Mal! den Kürzeren gezogen? Kein Wunder bei den Würfen. Doof nur, wenn dann tatsächlich ein Würfelspiel auf den Markt kommt, bei dem es eigentlich fast nur um Geschicklichkeit geht. Fast. Denn bei Targets (Zoch) hat Wilfried Fort freundlicherweise ein Element eingebaut, das sich ebenfalls vortrefflich als Ausrede eignet. Denn auch wenn wir eigentlich nur mit unseren Würfeln auf Ziele schießen, kommt den Augen darauf doch eine wichtige Bedeutung zu.


Mittwoch, 27. September 2017

3 Secrets



Das eine oder andere Geheimnis dürfte wohl fast jeder von uns hüten. Ob wir nach Schließung unerlaubt im Schwimmbad waren, eine Sammlung an Raubkopieen unser Eigen nennen oder gar als Kind gerne Monopoly gespielt haben. Doch was für Leichen M. Chiacchiera & P. Zizzi in ihrem Keller bunkern, da bekommt selbst ein bekennender Monopoly-Fan heiße Ohren. Denn in ihrem 3 Secrets (Abacusspiele) tummeln sich allerlei Erpresser, Diebe und Mörder. Und dazu auch noch ein paar richtige schlimme Gesellen.

Die Geheimnisse dieser kriminellen Subjekte aufzuklären ist unsere Aufgabe. Leider steht uns dazu nur ein kleines Bild und ein sehr knappes Zeitlimit zur Verfügung. Und unser Spielleiter darf auf unsere Fragen nur mit „ja“ oder „nein“ antworten.


Mittwoch, 20. September 2017

Arkham Horror Kartenspiel: Der Dunwich-Zyklus



OK, ich sehe es ja ein. Bezüglich der Zahl an Rezensionen fielen die vergangenen Wochen doch eher mager aus. Aber Besserung ist in Sicht. Zumindest irgendwie. Denn heute bespreche ich nicht nur ein oder zwei Spiele, sondern deren sieben. Naja, mehr oder weniger.  Denn der Dunwich-Zyklus des Arkham Horror Kartenspiels (N. French & M. Newman / Asmodee) besteht zwar aus einer größeren und sechs kleinen Erweiterungen, allerdings stellen diese zusammen ein großes Abenteuer dar. Und so macht es durchaus Sinn, die Kampagne im Ganzen zu betrachten, auch wenn sie in Form einzelner Missionen angeboten wird.



Mittwoch, 6. September 2017

Onitama



Abstrakte Spiele sind sicherlich nicht jedermanns Sache. So ganz ohne Thema, aufs Wesentliche reduziert und zumeist auch noch recht grüblerisch. Abstrakte Spiele gänzlich zu ignorieren kann allerdings ein Fehler sein. Denn einige davon sind mehr als nur einen Blick wert.

In diese Kategorie fällt für mich, so viel sei schon mal verraten, Onitama (Pegasus). Denn das Spiel von Shimpei Sato bietet… 






Freitag, 1. September 2017

Lyngk



Das war’s. Nach insgesamt sechs Spielen des „klassischen“ Gipf-Projektes ist inzwischen auch das neue Werk Lyngk (HUCH!) erhältlich. Als Mischung der bisherigen Spiele wurde es angekündigt und schon der erste Blick in die Box hinterlässt einen entsprechenden Eindruck. Denn wie in den meisten Spielen des Projektes findet sich darin nicht viel mehr als ein Spielplan, diverse Spielsteine in insgesamt sechs verschiedenen Farben sowie ein passender Stoffbeutel. Und auch spielerisch erinnert das Werk von Kris Burm tatsächlich an die bisherigen Werke. 




Freitag, 25. August 2017

Notre Dame



Zehn Jahre hat Notre Dame (Stefan Feld / Ravensburger / Alea) inzwischen auf dem Buckel und war lange Zeit nicht im Handel erhältlich. Entsprechend erfreut war ich über die Neuauflage, denn das Original habe ich damals leider verpasst. Und das der Box obendrein noch die Minierweiterungen „Personen“ sowie einige Karten für Die Burgen von Burgund beiliegen, hat meiner Vorfreude sicherlich keinen Abbruch getan.

Notre Dame ist dabei ein recht flottes Spiel, das über das Draften von Karten gesteuert wird. Wie bei Feld-Spielen typisch offenbaren sich uns dabei vielfältige Wege zu punkten, sofern die Mitspieler uns die entsprechenden Karten übrig lassen.



Mittwoch, 16. August 2017

Vorschau Spiel 2017: Japon Brand

Ja, ich weiß. Die SPIEL 2017 ist noch lange hin, erst Ende Oktober öffnet die weltgrößte Spielmesse wieder ihre Pforten und aus der ganzen Welt pilgern Spieler, Redakteure und Verlage nach Essen. Aber nachdem bei der Brettspielbox bereits die Messevorschau begonnen hat und ich in diesem Jahr mit Christoph zusammenarbeiten werde, habe ich jetzt ja eigentlich keine Wahl mehr. Entsprechend findet ihr ab jetzt auch hier immer mal wieder Informationen zu den kommenden Neuheiten, wobei ich meinen Schwerpunkt eher bei den exotischen Spielen setzen werde. Und da bietet sich Japon Brand doch direkt mal an. Denn der japanische Verlag hat zuletzt häufig für Aufsehen gesorgt, die angebotenen Spiele sind stets sehr schnell ausverkauft. Wer sicher gehen will ein Exemplar seines Wunschtitels zu bekommen, der kann diesen bereits jetzt HIER vorbestellen. Und damit soll es auch der Vorrede genug sein. Schauen wir uns doch einmal einige der Spiele an, die Japon Brand in diesem Jahr zu bieten hat.
 

Freitag, 11. August 2017

Dice Forge



Handwerklich bin ich ja leider gänzlich unbegabt. Ob Basteln, Holzbearbeitung oder notdürftige Reparaturen an Haus und Auto…was ich anfasse geht allenfalls noch mehr in die Brüche. Dachte ich zumindest bislang. Denn nun habe ich meine Begabung gefunden: Das Schmieden. Einen Haken hat die Sache aber leider doch. Denn leider handelt es sich nur um das Schmieden der Würfel bei Dice Forge (Régis Bonnessée / Asmodee). Mit Metall habe ich es zwar noch nicht versucht, erwarte als Ergebnis aber allenfalls versengte Haare und unförmige Klumpen.

Glücklicherweise fällt das Schmieden in Dice Forge dagegen recht leicht. Denn damit ist nichts Anderes gemeint, als das Austauschen der Würfelseiten um diesen unseren Bedürfnissen anzupassen.

Freitag, 21. Juli 2017

Spiel des Jahres: Eine Bekanntmachung



Am Montag wurden in Berlin das Spiel des Jahres und das Kennerspiel des Jahres 2017 gekürt. Und natürlich will ich es mir nicht nehmen lassen, den Siegern hier zu ihrem Erfolg zu gratulieren. Herzlichen Glückwunsch also an Bruno Cathala, Blue Orange und Pegasus Spiele zum Gewinn des roten Pöppels mit Kingdomino.


Herzlichen Glückwunsch auch an Inka und Markus Brand sowie den Kosmos-Verlag, die mit den EXIT-Spielen den Titel „Kennerspiel des Jahres“ erringen konnten. Erstmals hat die Jury damit nicht nur eines sondern gleich drei Spiele ausgezeichnet, die auch für mich persönlich das absolute Highlight der Escape-Spiele darstellen. 

 

Doch auch die übrigen Nominierten sollten keinesfalls vergessen werden, denn mit Magic Maze, Wettlauf nach El Dorado, Räuber der Nordsee und Terraforming Mars stehen weitere Spiele auf der Liste, die den Titel kaum weniger verdient hätten. 

Die Jury wächst
Natürlich standen Spiele, Verlage und Autoren in den vergangenen Tagen im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Dennoch gab es noch eine weitere Bekanntmachung, die zumindest für mich nicht ganz unwichtig war. Denn inzwischen wurde auch offizielle verkündet, dass ich, zusammen mit Harald Schrapers, ab dem 1. August 2017 Teil der Jury sein werde. 


Danke
Bevor ich gleich noch einige Sätze darüber verliere, will ich diese Möglichkeit nutzen, um endlich einmal euch allen zu danken. Als ich Spielfreu(n)de vor etwas mehr als 4 Jahren gegründet habe, geschah dies einzig aus der Lust heraus, mich noch etwas mehr mit meinem Hobby zu beschäftigen. Dass diese Seite schlussendlich so erfolgreich geworden ist, verdanke ich in erster Linie euch. Ohne all die positiven (und durchaus auch einmal kritischen) Kommentare, die stetig wachsende Leserschaft und die Besuche während Messen, nur „um mich mal in Natura zu sehen“, wäre dies niemals möglich gewesen. Also noch einmal: Vielen Dank.

Wie geht es weiter?
Was genau bedeutet die Teilnahme in der Jury aber nun für mich und diese Seite? Nun, um ganz ehrlich zu sein: So genau weiß ich das auch noch nicht. Ich habe in den vergangenen Wochen und Monaten zwar viele Gespräche geführt, aber dennoch empfinde ich nach wie vor eine gehörige Portion Respekt, freue mich aber auch auf die Herausforderung. Zugleich bin ich natürlich auch stolz darüber, in Zukunft Teil eines so beeindruckenden Projektes sein zu dürfen.

Dass ich hier auch weiterhin regelmäßig Rezensionen veröffentlich, das dürfte sich von selbst verstehen. Genau genommen „muss“ ich jetzt ja sogar rezensieren. Allerdings dürfte die Zahl wohl eher etwas zurückgehen, und sei es nur, weil ich tatsächlich noch mehr Zeit zum Spielen aufwenden muss (ich weiß, ein schlimmes Schicksal). Ansonsten dürfte sich nicht allzu viel ändern. So werde ich etwa in einigen Wochen auch wieder mit der Vorschau zur Spiel 2017 beginnen, die diesmal in Zusammenarbeit mit Christoph von der Brettspielbox entsteht. Alles Weitere lasse ich jetzt einfach mal auf mich zukommen.

In diesem Sinne: Frohes Spielen

Donnerstag, 13. Juli 2017

EXIT: Set 2 (Insel, Eis, Burg)



Lange mussten wir warten. Viel zu Lange. OK, eigentlich nicht wirklich, es hat sich aber so angefühlt. Doch nun warten Inka und Markus Brand endlich mit neuen Fällen ihres EXIT (Kosmos) auf. „Die vergessene Insel“, „Die Station im ewigen Eis“ und „Die verbotene Burg“, so die Namen der neuen Boxen. An den grundlegenden Regeln hat sich gegenüber den Vorgängern nichts geändert. Wer diese also bereits gespielt hat (was ich nur empfehlen kann), der darf getrost zum Fazit springen. Für alle anderen folgt jetzt noch einmal eine kurze Zusammenfassung.

Dienstag, 11. Juli 2017

5-Minute Dungeon



Was kann man in fünf Minuten nicht alles erreichen. Eine leckere Terrine zubereiten etwa, oder ganz locker die Strandfigur erreichen, sofern man der Werbung Glauben schenkt. Was man in fünf Minuten bislang allerdings nicht erreichen konnte, das war das Säubern eines Dungeons inklusive haufenweise Monstern, Fallen und einem übermächtigen Endgegner. Bis jetzt. Denn in 5-Minute Dungeon (Connor Reid / Kosmos) machen wir genau das.

Trotz dieser knappen Zeitvorgabe prügeln wir uns gemeinsam durch dutzende von Gegnern, wofür uns nur ein Deck voller Karten zur Verfügung steht. Mit diesen spielen wir zu den Gegnern passende Symbole aus. Und das möglichst schnell.


Donnerstag, 6. Juli 2017

Masmorra: Dungeons of Arcadia



Vor mehr als einem Jahr verschlug es uns erstmal nach Arcadia, wo wir Graf Zahn gegenübertraten. Doch trotz einiger guter Ideen konnte uns Arcadia Quest (HIER) damals nicht vollständig überzeugen. Das hält uns aber nicht davon ab, der Stadt noch einen Besuch abzustatten. Oder besser: Deren Untergrund. Denn in Masmorra (Alves, Matheus und Neto / Asmodee) verschlägt es unsere Helden unter die Erde, wo sie sich allerlei Herausforderungen und Monstern gegenübersehen.

Wie wir uns diesen Herausforderungen stellen, das steht uns dabei frei. Gemeinsam den Bösewicht jagen ist ebenso denkbar, wie ein Wettrennen um die meisten Erfahrungspunkte.



Mittwoch, 5. Juli 2017

Villen des Wahnsinns (2. Edition)



Zugegeben, wenn man mich zu früh aus dem Schlaf reist, dann ist meine Laune auch nicht unbedingt die Beste. Aber was die Großen Alten immer wieder anstellen wenn sie erwachen, das geht dann doch etwas zu weit. Da werden ganze Städte dem Erdboden gleichgemacht, Zivilisationen ausgelöscht und dutzende von Ermittlern in den Wahnsinn getrieben. Und das nicht nur einmal. Denn nach Arkham Horror (hier) und Eldritch Horror (da) wartet der Wahnsinn einmal mehr auf eine kleine Handvoll furchtloser Protagonisten.

Bei Villen des Wahnsinns (Nikki Valens / Asmodee) handelt es sich dabei bereits um die zweite Edition. Diese zeichnet sich in erster Linie durch die Verwendung einer App aus, die einerseits ein vollständig kooperatives Spiel, andererseits aber auch eine enorm packende Geschichte ermöglicht.
 

Montag, 3. Juli 2017

Valletta



Man sollte ja meinen, irgendwann hätten wir Brettspieler alle Städte des Mittelalters errichtet, mit allen Hansestädten gehandelt und alle historischen Örtlichkeiten bereist. Tja, falsch gedacht. Denn irgendwo scheinen die Verlage dann doch immer noch ein Fleckchen Erde zu finden, das noch nicht in ein Brettspiel gepackt wurde. Im Falle von Valletta (Stefan Dorra / Hans im Glück) musste der Verlag den Blick dabei bis nach Malta schweifen lassen. Und auch zeitlich hat es uns rund 450 Jahre in die Vergangenheit verschlagen.

Glücklicherweise ist das Spiel Valletta bei weitem nicht so angestaubt wie das Thema. Denn das klassische Deckbau-Element bietet hier durchaus einige Variationen.


Samstag, 1. Juli 2017

Dvonn



Wer hier eine Einleitung erwartet, den muss ich heute leider enttäuschen. Denn auch nach reiflichem Nachdenken ist mir nicht lustiges, spannendes oder auch nur ansatzweise interessantes eingefallen. Das könnt ihr jetzt so hinnehmen, oder einfach die Kommentarfunktion nutzen, um mir eure kreativen Anwandlung zu Dvonn (Kris Burm / HUCH! & frinds) mitzuteilen.

Dvonn ist bereits das vierte Spiel der GIPF-Reihe, einer Sammlung verschiedenster abstraktes Spiel. Und doch bietet es, wie die meisten Spiele der Reihe, erneut einige spannende und neuartige Elemente.


Mittwoch, 28. Juni 2017

Pünct



Ich könnte es mir für die Einleitung jetzt einfach machen, und schlicht einige Sätze zum GIPF-Projekt schreiben. Aber das wäre ja langweilig. Und außerdem habe ich genau das bereits bei Gipf (hier) und Yinsh (hier) gemacht. Oder ich könnte einfach über den Namen lästern, wie bereits bei Zertz (hier) geschehen. Aber das wäre irgendwie auch langweilig. Also bin ich heute einfach mal ganz kreativ und beende an dieser Stelle schlicht die Einleitung.

OK, ein oder zwei Worte sollte ich zu Pünct (Kris Burm / Huch! & friends) vielleicht noch fallen lassen. Also hier ein oder zwei Worte: Abstrakt, GIPF-Projekt, Seiten verbinden. Pünct.



Montag, 26. Juni 2017

Dreams



Dass Spiele mit beeindruckend gestalteten Karten durchaus einen Nerv treffen können, das wissen wir spätestens seit Dixit und Mysterium (hier). Mit ähnlichem Spielmaterial wartet nun auch Dreams (Olivier Gregoire / Zoch) auf. Und auch hier wird unsere kreative Ader angesprochen.

Denn in Dreams nutzen wir als Götter mehrere kleine Steine (funkelnde Sterne), um Traumbilder zu legen. Doof nur, dass sich ein Sterblicher in unsere Mitte geschlichen hat. Der hat zwar keine Ahnung was um ihn herum geschieht, will aber um jeden Preis unentdeckt bleiben.




Donnerstag, 22. Juni 2017

Inis



Ich muss ja zugeben, dass mein erster Eindruck beim Blick auf Inis (Christian Martinez / Pegasus) nicht gerade positiv war. Die Grafik auf der Box finde ich persönlich alles andere als hübsch (man beachte die sehr diplomatische Formulierung) und wenig verlockend. Umso überraschter war ich, dass genau der gleiche Stil auf den Karten deutlich besser zur Geltung kommt. Und auch das sonstige Material macht Lust auf eine Partie.

Aber genug darüber. Spannender ist doch, was bei Inis passiert. Und das ist eine ganze Menge. Denn obwohl die vorgegebenen Ziele klar und einfach sind, entbrennt doch schnell ein wildes Gerangel um noch so kleine Vorteile auf dem Plan.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Frogriders



Dass man aus einem bekannten Spielprinzip ein sehr unterhaltsames Familienspiel stricken kann, das hat nicht zuletzt Kingdomino (HIER) eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Doch dass es sich dabei keinesfalls um einen Einzelfall handelt, dass zeigen nun Eggertspiele und Pegasus mit Frogriders (Asgar Harding Granerud und Daniel Skjold Pedersen).

Das grundlegende Prinzip von Frogriders (das Überspringen von Figuren) kennt man etwa aus Halma und Solitär. Hier wird das dieser Mechanismus allerdings durch besondere Fähigkeiten sowie Aufgabenkarten ergänzt.



Montag, 19. Juni 2017

Im Namen Odins



In der Welt der Brettspiele ist Odin schon lange kein Unbekannter mehr. Vor inzwischen rund 15 Jahren haben wir uns mit Odins Raben herumgeschlagen, in Yggdrasil konnten wir sogar in die Haut des Götterfürsten schlüpfen und im vergangen Jahr richtetet wir ihm zu Ehren sogar ein opulentes Festmahl aus. Nun wird es also Zeit, „Im Namen Odins“ (Krzysztof Zieba / Asmodee, NSKN) auf Raubzug zu gehen.

Was hier sehr martialisch klingt, entpuppt sich allerdings schnell als eher klassisches Strategiespiel. Wir sammeln also Truppen und Unterstützung, starten einen Raubzug und kassieren dafür Punkte.



Freitag, 16. Juni 2017

Zug um Zug: Meine erste Reise



Zugegeben, Lockführer dürfte heute wohl nicht mehr auf einem der vorderen Plätze liegen, wenn man Kinder nach ihrem Wunschberuf fragt. Wo früher noch Polizisten oder Astronauten als Konkurrenz antraten, gilt es sich heute mit Youtube-Stars und Instagram-Berühmtheit zu messen. Und dennoch übt die Eisenbahn nach wie vor einen großen Reiz aus und ist auch aus der Brettspielszene nicht wegzudenken. Und so verwundert es nicht, dass es nun auch eine Umsetzung des Klassikers Zug um Zug als Kinderspiel gibt.

Zug um Zug: Meine erste Reise (Alan R. Moon / Asmodee) bleibt dabei sehr nahe am Original. Nach wie vor platzieren wir Züge auf dem Plan und errichten damit Strecken, die unseren Aufgabenkarten entsprechen. 

Mittwoch, 14. Juni 2017

Fireteam Zero



Zombies hatten wir ja schon. Und Aliens. Auch verschiedene Kriegsszenarien und post-apokalyptische Mutationen wurden bereits von diversen Brettspielen aufgegriffen. Was bleibt da noch? Versuchen wir es doch einfach mal mit einem außerirdischem Parasiten, der mitten im Krieg Menschen und Tiere befällt und damit in eine Art mutierter Zombies verwandelt. Schon haben wir es in Fireteam Zero (M. Langlois, C. Leonhard und L. Muzy / Asmodee) mit einer ganz neuen Bedrohung zu tun, der wir uns stellen müssen.

Das Beste daran: Wir bekommen nicht etwa eine ganze Arme oder gar hochmoderne Ausrüstung um uns zu wehren. Nein, gerade einmal eine Hand voll Männer und Frauen müssen sich durch mehrere Szenarien kämpfen.


Montag, 12. Juni 2017

The King's Will



Ich behaupte ja ganz gerne mal, dass ich meiner Frau quasi jeden Wunsch von den Augen ablesen kann. Ist ja eigentlich auch gar nicht so schwer, zumindest, wenn sie zeitgleich auch klar und deutlich ausspricht, was sie denn nun eigentlich von mir will. Deutlich schwerer ist es da schon, die Wünsche des Königs zu erraten. Denn der gibt sich nicht mit Blumen oder einem schönen Essen zufrieden, sondern fordert gleich ganze Landstriche in Besitz zu nehmen oder Haufenweise Klöster zu errichten.

Und als Herzöge haben wir leider keine Wahl, als The King’s Will (Hans-Peter Stoll / ADC Blackfire) zu erfüllen. Also erweitern wir unser karges Land, errichten verschiedenste Orte und sammeln Ressourcen.



Donnerstag, 8. Juni 2017

Bärenpark



Puzzlespiele liegen voll im Trend, keine Frage. Ob Patchwork, Cottage Garden oder jetzt eben Bärenpark (Lookout), die Freude am gemeinsamen Teile-Legen scheint ungebrochen. Zugleich bedeutet das aber auch, dass man sich hier durchaus etwas einfallen lassen muss, um aus der Masse hervorzustechen.

Phil Walker-Harding versucht dies einerseits mit einem ansprechenden Thema, darüber hinaus aber auch mit einigen spielerischen Kniffen. Dennoch beschäftigen wir uns natürlich auch bei der Erschaffung unseres eigenen Bärenparks in erster Linie damit, möglichst viele Elemente möglichst passgenau auf unserem Plan unterzubringen.




Dienstag, 6. Juni 2017

Sheep & Thief



Das Leben kann ganz schön ungerecht sein. Gerade einmal drei Tiere übernehmen die Hauptrollen in Sheep & Thief (Pegasus) und doch schaffen es nur zwei davon in den Titel des neuen Spiels von Yuichi Sakashita. Dabei kommt dem Hund (und dessen Nachwuchs) eine kaum weniger bedeutsame Rolle zu. Schließlich muss er all die Schafe über den Plan scheuchen, denen der Fuchs nachstellt.

Egal was genau wir vorhaben, all die Tiere (und diverses Anderes) findet über Karten den Weg auf unseren Plan. Und an diese kommen wir mittels Drafting. Wir suchen uns also jeweils eine Karte aus unserer Hand aus und geben die übrigen weiter.


Freitag, 2. Juni 2017

Railroad Revolution



Auch wenn der Name es vielleicht andeutet, eine Revolution erleben wir in Railroad Revolution (Marco Canetta und Stefania Niccolini / Pegasus) kaum. Dafür ist das Thema einfach schon viel zu präsent. Schienenbau quer durch die Vereinigten Staaten, Aktien (wenn auch nur als Währung) und den Einsatz von Arbeitern kennen wir wohl alle zur Genüge. Und doch bietet das Spiel den einen oder anderen Kniff, der durchaus einen Blick verdient hat.

Insbesondere die Tatsache, dass Railroad Revolution eigentlich mit gerade einmal vier Aktionen auskommt, ist erwähnenswert. Aber keine Panik: Unterschiedliche Arbeiter und mannigfaltige Boni sorgen dennoch für einen ordentlichen Planungsaufwand.


Dienstag, 30. Mai 2017

Crazy Race



Was haben Pferde, Ochsen und Hunde gemeinsam? Nein, nicht, dass sie alle im chinesischen Horoskop vorkommen. Also ja, ok, das auch. Aber eigentlich meinte ich, dass sie alle als Zugtiere Verwendung finden. Und als solche bekommen sie jetzt Zuwachs. Den von nun an werden auch Affen, Strauße und Chamäleons vor den Karren gespannt. Bleibt eigentlich nur die Frage, ab wann es das chinesische Sternzeichen Eisbär gibt.

Doch stellen wir diese philosophische Frage besser mal hinten an und werfen einen Blick auf Crazy Race (Alessandro Zucchini / Ravensburger), in dem wir diese und viele weitere Tiere für unser Rennen nutzen.

Montag, 29. Mai 2017

Wettlauf nach El Dorado



Tja, so schnell kann es gehen. Da lasse ich mir nur ein klein wenig Zeit um „Wettlauf nach El Dorado“ (Ravensburger) zu rezensieren, und schon landet es auf der Nominiertenliste zum Spiel des Jahres. Bis diese Zeilen online gehen, hat sich entsprechend jeder schon auf diversen Seiten informiert, das Spiel hoch und runter gespielt und sich selbst eine Meinung gebildet. Macht aber nix. Schließlich seid ihr es ja eh gewohnt, dass ich hier eigentlich nur das alte Zeug von Vorgestern (sprich: vor mindestens vier Wochen erschienen) wieder aufwärme.

Apropos Aufwärmen. Während das Thema des neuen Spiels von Reiner Knizia nicht gerade innovativ ist, bieten die Mechanismen (zumindest in ihrer Zusammenstellung) durchaus einiges Neues. Denn wir haben es mit einem Deckbau-Rennspiel zu tun.

Freitag, 26. Mai 2017

Escape Room: Murder Mystery



Als notorischer Vielspieler habe ich, so viel kann ich hier ja mal verraten, mehr als nur eine Gruppe an Mitspielern. Vielmehr ist es sogar ein ganzer Haufen verschiedener Gruppen, die nicht selten auch ganz unterschiedliche Vorlieben haben. In einer davon scheint sich in den vergangenen Monaten aber ein gewisser Größenwahn eingeschlichen zu haben. Denn immer wenn ein neues Escape-Spiel (oder eine entsprechende Erweiterung) erscheint, bekomme ich von Dieser allenfalls ein süffisantes und recht selbstsicheres Grinsen. Kein Wunder, konnten wir in der Gruppe doch bislang (fast) alle entsprechenden Spiele mit der bestmöglichen Wertung knacken. Welch Glück also, dass die neue Erweiterung zu Escape Room einen Schwierigkeitsgrad von 5/5 Sternen hat. Mal schauen, ob danach immer noch alle so überheblich wirken.

Murder Mystery (Noris), so der Name des Falls, versetzt uns dabei in einen Kriminalfall des bekannten Meisterdetektivs Sherlock Holmes. Und wie im Basisspiel bleiben uns nur 60 Minuten, um… das solltet ihr besser selbst herausfinden.