Montag, 16. Mai 2016

Empfehlungen: Solitärspiele

OK, ich gestehe. Irgendwie bin ich ja schon ein wenig süchtig nach Gesellschaftsspielen. Ich kann einfach kaum genug davon bekommen Boxen zu öffnen, neue Regeln zu lesen oder einfach nur online in irgendwelchen Foren zu stöbern. Und ab und an habe ich sogar Lust, eines der Spiele aus dem Regal zu holen und zu spielen. Doch üblicherweise ist genau dies dann einer der (glücklicherweise) sehr seltenen Momente, während denen mir gerade keine geeigneten Mitspieler zur Verfügung stehen. Bleiben genau zwei Möglichkeiten. Entweder ich packe doch noch ein neues Spiel aus und schmökere in den Regeln... oder ich versuche mich an einer der zunehmend enthaltenen Solovarianten. Und auch wenn das tatsächlich nicht allzu oft vorkommt, wollte ich euch dennoch an einigen Erfahrungen teilhaben lassen. Entsprechend präsentiere ich euch heute die Liste meiner bevorzugten Solitärspiele. Dabei gebe ich zu bedenken, dass ich bewusst auf einige der kooperativen Spiele verzichtet habe, die ja fast immer auch Solitär spielbar sind, um ein etwas heterogeneres Bild zu zeigen.


Doch bevor ich beginne: Wie einige von euch sicher mitbekommen haben, habe ich bereits vor einigen Monaten Empfehlungen zu kooperativen Spielen (HIER) sowie Spielen für 2 Spieler (HIER) veröffentlicht. Stets habe ich mir dabei Hilfe gesucht und die Liste anhand der Präferenzen mehrerer Spieler erstellt. Im Falle einer Solitär-Liste fand ich es allerdings passend, diesmal auf solcherlei Unterstützung zu verzichten. Darüber hinaus ist in meinem Bekanntenkreis sowie niemand so wahnsinnig, ohne mich ein Spiel zu spielen. So, genug der Vorrede. Hier sind meine 10 bevorzugten Solospiele (Stand Mai 2016):



Platz 1: Freitag (Friedemann Friese / 2F-Spiele) 


In Kürze: Robinson ist auf einer einsamen Insel gestrandet. Mal wieder. Und will von dieser entkommen. Mal wieder. Dummerweise ist das dafür verfügbare Kartendeck anfangs keinesfalls geeignet, gegen die Piraten zu bestehen. Also wird das in Form von Deckbau geändert. Zugleich steigen mit der Zeit aber nicht nur Robinsons Fähigkeiten sonder auch die der Gegner.
 
Tim: Auch nach dutzenden Partien noch immer eine Herausforderung. Eine enorme Abwechslung in kleiner Packung.

Weitere Informationen: Boardgamegeek





Platz 2: Arler Erde (Uwe Rosenberg / Feuerland) 


In Kürze: In einem klassischen Rosenberg nutzen wir dutzende verschiedene Aktionen um Land zu bewirtschaften, Vieh zu züchten, unsere Familie zu ernähren und nebenbei auch noch Punkte zu sammeln.

Tim: Eigentlich hätten hier ebenso gut Agricola oder Caverna stehen können. Dennoch macht mir persönlich die Punktejagd bei Arler Erde etwas mehr Spaß, da die Bedingungen zwar in jedem Spiel fast gleich, die Möglichkeiten dennoch schier endlos sind. Und auch nach vielen Spielen bleibt das Gefühl, sich weiter steigern zu können.

Weitere Informationen: Spielfreu(n)de





Platz 3: Robinson Crusoe (Ignacy Trzewiczek/ Pegasus Spiele) 


In Kürze: Robinson ist gestrandet. Schon wieder.  Doch diesmal erleben wir gemeinsam mit ihm ein packendes Arbeiter-Einsatz Spiel. Ob Inselerkundung, Nahrungsbeschaffung oder Bau eines rettenden Signalfeuers... die eigenen Aktionen reichen nie aus um Alles zu schaffen.

Tim: Eigentlich als thematisch dichtes kooperatives Spiel ausgelegt fordert Robinson Crusoe auch von Solisten Alles.

Weitere Informationen: Spielfreu(n)de





Platz 4: Viticulture (Jamey Stegmaier, Alan Stone / Stonemaier Games)


In Kürze: Eigentlich ein klassisches Worker-Placement Spiel um Weinanbau. Allerdings wirkt das Gesamtpaket so rund, dass sogar die solitäre Jagd nach dem Highscore immer wieder aufs neue motiviert.

Tim: Nicht nur für Weintrinker mehr als einen Blick wert.

Weitere Informationen: Brettspielbox, Boardgamegeek





Platz 5: Mage Knight (Vlaada Chvatil / Pegasus) 


In Kürze: Nur mit Hilfe eines kleinen Kartendecks navigieren wir unseren Helden über eine Karte, verprügeln Monster, nehmen Burgen ein und vernichten Drachen. Als Lohn? Bessere Karten um mehr Monster zu verprügeln, größere Burgen...

Tim: Die komplexen Regeln und die recht lange Spielzeit schreien sowieso nach einer kleinen Spielerzahl. Warum also nicht gleich solo?

Weitere Informationen: Spielfreu(n)de







Platz 6: Pandemie: Die Heilung (Matt Leacock / Asmodee) 


In Kürze: Wie beim Original müssen wir die Welt vor vier tödlichen Seuchen retten. Diesmal stehen uns dazu haufenweise Würfel zur Verfügung die verschiedene Aktionen (vom Reisen bis zum Erforschen eines Gegenmittels) ermöglichen. Und auch verschiedene Rollen sind mit von der Partie und erleichtern uns das Leben.

Tim: Während Pandemie bei uns seit Jahren ein Dauerbrenner ist, gefällt an "Die Heilung" insbesondere der schnelle Aufbau und Spielverlauf.

Weitere Informationen: Spielfreu(n)de, Brettspielbox





Platz 7: Justice League: Hero Dice (Andreas Schmidt / Heidelberger) 


In Kürze: Ob als Batman oder Superman, stets stehen uns nur wenige Würfel zur Verfügung, um mit den bekannten Bösewichten aus Film und Comic fertig zu werden. Der geschickte Einsatz unserer Fähigkeiten und eine gehörige Portion Glück entscheiden über Sieg oder Niederlage.

Tim: Auch wenn das Spiel inhaltlich nicht viel Neues bietet, weiß die kurzweilige Würfelei alleine ebenso zu gefallen wie zu zweit.

Weitere Informationen: Spielfreu(n)de






Platz 8: Race for the Galaxy (Tom Lehmann / Abacusspiele) 


In Kürze: Eigentlich müsste hier ja die Erweiterung "Aufziehender Sturm" stehen, da RftG erst damit solitär spielbar ist. Dann überzeugt das Werk aber durch spannende Entscheidungen, vielfältige Optionen und einer enormen Tiefe. Was Tom Lehmann hier nur mit einer Hand voll Karten geschaffen hat, gehört zum Olymp der Brettspiele.

Tim: Eines der meistgespielten Spiele meiner Sammlung, das dank Erweiterung auch Solo begeistert.

Weitere Informationen: Spielfreu(n)de
 




Platz 9: The Game (Steffen Benndorf / Nürnberger Spielkarten) 


In Kürze: Alleine legen wir Karten in 4 auf- und absteigenden Stapeln aus. Das das eigentlich simple Prinzip wird dadurch deutlich erschwert, dass die Kartenhand eigentlich nie zu den eigentlichen Wünschen passt.

Tim: Ebenso einfach wie fesselnd. Selbst unerfahrene Spieler kommen schnell rein, selbst erfahrene Spieler finden eine Herausforderung. 

Weitere Informationen: Spielfreu(n)de, Brettspielbox








Platz 10: SOS Titanic (Cathala, Maublanc / Heidelberger Spieleverlag) 


In Kürze: Irgendwie nicht überraschend, dass eine Variante von Solitär in dieser Liste auftaucht. Das allseits bekannte Grundprinzip wurde aber thematisch wunderbar eingebettet und durch einige Sonderkarten und Optionen ergänzt. Und obendrein ist es problemlos auch mit mehr Spielern zu spielen.

Tim: Sicherlich kein Meilenstein der Brettspielgeschichte verspricht SOS Titanic aber doch kurzweiligen Spaß.

Weitere Informationen: Spielfreu(n)de





So, das soll es erst einmal gewesen sein. Wenn ihr weitere Vorschläge habt, freue ich mich wie stets über Kommentare. Ansonsten hoffe ich, dass die nächste Empfehlungsliste nicht mehr ganz so lange dauern wird.

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