Donnerstag, 4. April 2013

Qwixx


Würfelspiele sind seit einiger Zeit wieder voll im Trend. Ob gemütliche Würfeleien mit hohem Glücksanteil für die kleine Runde zwischendurch (Vegas, Würfel Bohnanza), oder anspruchsvolle Strategiespiele für den wöchentlichen Spieletreff (Bora Bora), für jeden Geschmack ist etwas dabei. QWIXX von Steffen Benndorf (Nürnberger Spielkartenverlag) gehört eher zur ersteren Sorte. In rund 15 Minuten versuchen dabei zwei bis fünf Spieler mit 6 Würfeln möglichst viele Punkte zu erzielen.

Wir würfeln Kreuze
 

Um Punkte zu erzielen, markieren wir auf dem beiliegenden Block möglichst viele Kästchen. Der Block zeigt dabei 4 Zahlenreihen in 4 verschiedenen Farben. 2 davon zeigen eine absteigende Zahlenfolge (12 bis 2), die 2 anderen eine Aufsteigende. Die entsprechenden Kästchen dürfen nur von links nach rechts angekreuzt werden, wobei Kästchen übersprungen werden dürfen. Einmal übersprungene Felder dürfen allerdings später nicht mehr markiert werden.
Wer am Zug ist, würfelt alle sechs Würfel (2 davon weiß, 4 in Farben entsprechend der Zahlenreihen). Zuerst werden nun die beiden weißen Würfel addiert. Jeder Spieler darf ein Kästchen entsprechend der Augensumme abstreichen. Im Anschluss bildet der gerade aktive Spieler die Summe aus einem weißen und einem Farbwürfel und darf ein weiteres, zur Würfelfarbe passendes Kästchen, abstreichen. Minuspunkte gibt es, wenn der aktive Spieler kein Kästchen abstreichen kann oder will.
Hat ein Spieler dabei mindestens 5 Kästchen und gleichzeitig das letzte Felde der Reihe (2 oder 12) abgestrichen, wird die Reihe geschlossen. Dem Spieler selbst bringt dies einen Bonus und die Farbreihe ist nun für alle Spieler geschlossen. Wird die zweite Reihe geschlossen endet das Spiel.



Fazit
Schon kurz nach der Messe in Essen 2012 gab es eine Vielzahl positiver Rezessionen zu Qwixx. Die hohe Interaktion, ein kurzweiliges Spiel sowie eingängige und leicht verständliche Regeln fielen dabei positiv auf. Durch die Benutzung der weißen Würfel durch alle Spieler ist man dabei ständig am Geschehen beteiligt, Leerlauf gibt es kaum. Ständig hofft man und fiebert auch bei den Würfen der Mitspieler mit. Eigene Reihen gilt es zu schließen bevor die Mitspieler dies schaffen, Entscheidungen werden getroffen wie und wo man die eigenen Würfel anwendet. Kurzum: Etwas Negatives über Qwixx zu finden war fast unmöglich. Und obwohl ich den Oben genannten Punkten teilweise zustimme, kann ich mich dem allgemeinen Lob, was meinen persönlichen Spielspaß angeht, nicht anschließen.

Um es dabei in aller Kürze auf den Punkt zu bringen. Ich finde Qwixx schlicht langweilig. Mir ist durchaus bewusst dass das Spiel vornehmlich für die kurze Partie zwischendurch und nicht für tiefschürfende Strategien designt wurde. Trotzdem wünsche ich mir in einem Spiel die eine oder andere Entscheidung. Was ich bei Qwixx mache ist schlicht würfeln und auf dem Block nachschauen zu welchem bereits vorhandene Kreuz der Abstand am geringsten ist. Versuche, das Spiel zu beschleunigen oder den Fokus auf einzelne Linien zu setzen funktionieren bestenfalls zufällig. Selbst die Entscheidung, ob ich einzelne Felder überspringe oder lieber Minuspunkte in Kauf nehme, finde ich durchweg banal. Mir ist klar, dass dieses Spiel viele Fans hat und allenthalben Begeisterung auslöst. Aber da Spiele noch immer Geschmackssache sind, werde ich wohl auf das nächste Spiel von Herrn Benndorf warten, um mich der Begeisterung anzuschließen

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