Freitag, 24. März 2017

Lucky Lachs



Kennt ihr noch diese komischen Handschlag-Rituale von früher? Anstatt sich einfach nur die Hand zu geben, hat man mit dieser in der Luft herum gewedelt, dabei noch auf die Oberschenkel geklatscht und einen dreifachen Salto-Überschlag gemacht. Irgendwie alles ein wenig kompliziert, nur um mal eben kurz „Hallo“ zu sagen. Aber jetzt weiß ich, warum ich dieses Ritual immer wieder über mich ergehen lassen musste. Denn es hat mich schlicht auf mein Leben als Brettspieler vorbereitet.

Versteht ihr nicht? Kann ich verstehen. Dürfte aber verständlicher werden, wenn ihr euch Lucky Lachs (K. Gruhl und Q. Weir / Kosmos) anschaut. Denn hier wird dieses wilde Herumfuchteln Programm.

Mittwoch, 22. März 2017

Saboteur - Das Duell



Saboteur gehört für mich eigentlich schon zu den Klassikern unter den Amigo-Kartenspielen. Die Mischung aus Heimlichkeit, Deduktion und Sabotage sucht seinesgleichen, gerade in größeren Runden ist Spaß eigentlich garantiert. Allerdings ist genau dies auch ein Manko. Denn in kleinen Gruppen oder gar zu zweit klappt das mit den geheimen Rollen nicht so richtig. Entsprechend überrascht war ich, als ich von Saboteur – Das Duell (Frederic Moyersoen) gehört habe.

Thematisch hält sich das Spiel dabei genau an seinen Vorgänger und auch spielerisch sind viele Parallelen zu erkennen. Nur das mit den geheimen Rollen, das wurde wenig überraschend nicht übernommen.



Dienstag, 21. März 2017

Deja-Vu



Wie spätestens seit Neo, Morpheus und Co. bekannt sein dürfte, handelt es sich bei einem Déjà-Vu um nichts anderes, als einen Fehler in der Matrix. Wenn dem tatsächlich so ist, dann ist die Matrix bei mir inzwischen kurz davor, den Geist aufzugeben. Denn so viele Déjà-Vus wie in den vergangenen Wochen hatte ich in meinem Leben noch selten. Und schuld daran ist nur das gleichnamige Spiel von Heinz Meister und Amigo.

Und dabei ist Déjà-Vu eigentlich nur eine etwas fiesere Memory-Variante mit Hektik-Elementen. Eigentlich. Nur.


 

Montag, 20. März 2017

Die Kolonisten



Zeit ist für uns Spieler ja ein kostbares Gut. Stets gibt es viel zu viele Spiele und viel zu wenig Zeit, um diesen die gebührende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Welche Wohltat sind da doch Spiele, die sich eben auch mal in 30 Minuten spielen lassen. Wie etwa Die Kolonisten (Lookout) von Tim Puls. Doof nur, dass wir in diesen 30 Minuten gerade einmal die erste Epoche schaffen (Aufbau nicht mitgerechnet). Und das auch nur im Solospiel. Aber das muss man den drei anderen Spielern ja nicht erzählen, während man genüsslich den Aufbau für alle vier Epochen erledigt.

Was wir in dieser Zeit allerdings alles zu erledigen haben, das hat es absolut in sich. Denn Die Kolonisten hält, was es verspricht und ist wirklich ein „episches Aufbauspiel“.


Freitag, 17. März 2017

Scotland Yard - Kartenspiel



Ich vermute jetzt einfach mal, dass so ziemlich jeder hier Scotland Yard kennt oder zumindest schon einmal davon gehört hat. Schließlich ist das Spiel des Jahres von 1983 quasi der Inbegriff des Räuber- und Gendarm – Spiels. Und so verwundert es nicht, dass der Klassiker nun, nach über 30 Jahren, eine Umsetzung als Kartenspiel bekommt. Und dafür verantwortlich zeichnet sich niemand geringeres als die Familie Brand, die für nicht wenige spielerische Highlights der vergangenen Monate und Jahre verantwortlich war.

Das Scotland Yard – Kartenspiel (Ravensburger) erinnert dabei, was Thema und Aufmachung angeht, frappierend an den großen Bruder. Spielerisch sind dann aber dennoch einige deutliche Unterschiede auszumachen.



Mittwoch, 15. März 2017

Klask



Tischfußball kennen fast alle, Carrom und Crokinole sind zumindest unter Spielen alles andere als unbekannt und selbst Tisch-Curling ist inzwischen keine Seltenheit mehr. Eigentlich haben wir also schon reichlich Auswahl. Aber reichlich Auswahl hat uns Spielern ja wohl noch nie erreicht. Und so bringt Mikkel Bertelsen (Game Factory) nun mit Klask ein weiteres Tisch-Geschicklichkeitsspiel auf den Markt.

Das Besondere hier sind die Magnete, mit den wir das Geschehen auf der Spielfläche von unterhalb derselben steuern. Zumindest sobald wir etwas Übung haben.  

Montag, 13. März 2017

Great Western Trail



Isly of Skye, Broom Service oder Mombasa… Alexander Pfister scheint gerade einen Lauf zu haben. Regelmäßig haut der österreichische Spieleautor ein Highlight nach dem anderen raus. Entsprechend hoch waren auch schon im Vorfeld die Erwartungen an Great Western Trail (Eggertspiele / Pegasus). Und das Beste. All die Erwartungen wurden erfüllt.

Einmal mehr wird auch im neuen Werk alles von den Spielern abverlangt. Denn auch wenn sich alles um das Thema Viehtrieb dreht, sind die Optionen und Vorgehensweisen doch enorm vielfältig.




Freitag, 10. März 2017

Justice League: Hero Dice - Flash / Green Lantern



Der Eine oder Andere hat es bestimmt schon bemerkt. Ich bin von Natur aus eher faul. Wenn ich eine Möglichkeit sehe, mich um das Schreiben einer Rezension zu drücken, nehme ich diese üblicherweise dankend an. Und da ihr euch wohl alle schon an dieses Vorgehen gewöhnt habt, werde ich davon auch heute nicht abweichen. Und so habe ich die grundlegenden Regeln von Justice League Hero Dice (Andreas Schmidt / Asmodee) einfach mal aus meiner Besprechung zu Batman und Superman (HIER) von vor einigen Monaten übernommen. Doof nur, dass mit Flash und Green Lantern zwei neue Helden am Start sind, die sich dann eben doch wieder ganz anders spielen.

Unverändert ist, dass wir weiterhin einen Helden pro Spieler benötigen. Besitzen wir alle Boxen, können wir damit inzwischen also mit vier Helden antreten. Dabei unterscheiden sich auch die beiden neuen Mitstreiter spürbar von den Vorherigen.

Mittwoch, 8. März 2017

Star Wars: Destiny



Dass sich mit Lizenzen viel Geld verdienen lässt, das dürfte eigentlich jedem klar sein. Und das Star Wars eine der zugkräftigsten Lizenzen ist, auch das überrascht nicht. Was allerdings überrascht ist die Tatsache, dass wir bei den Brettspielen sehr häufig richtig gute Werke vorgesetzt bekommen. Wo andere Lizenspiele enttäuschen, kommen zum Thema Star Wars mit Rebellion (HIER) oder Armada (HIER) richtig gute Spiele auf den Markt. Entsprechend kann man schon auch mal verzeihen, dass mit Star Wars: Destiny (Konieczka und Litzsinger / Asmodee) ein eher angestaubtes Sammelsystem verwendet wurde.

Denn Star Wars: Destiny ist ein Trading Card Game. Das bedeutet, dass wir uns haufenweise kleine Erweiterungen mit zufälligem Inhalt kaufen können, um unser Deck konkurrenzfähig zu machen. Und natürlich benötigt jeder ein eigenes Set.


Montag, 6. März 2017

Pecunia non olet



Eigentlich lasse ich mir hier ja kaum einen schlechten Witz entgehen. Und wenn ein Spiel Pecunia non olet (C. Fiore und K. Happel / Noris), also „Geld stinkt nicht“ heißt und uns die Kontrolle über römische Latrinen gibt, dann schreit das ja geradezu nach doofen Anspielungen und Wortwitzen. Aber irgendwie ist das dann sogar mir etwas zu flach. Also verzichte ich diesmal auf doofe Witze und bastele lieber weiter an meinen Latrinen.

Bei Pecunia non olet handelt es sich um eine Neuauflage des gleichnamigen rund 10 Jahre alten Spiels, das allerdings um einige Erweiterungen ergänzt wurde. Obendrein teilt es die grundlegenden Mechanismen mit Guillotine. Wir haben also Personenschlangen die darauf warten aufs Klo zu kommen und uns dafür mit Sesterzen belohnen.